ESRI
Sommercamp 2011 im Schweizerischen Nationalpark
18.-24.September 2011

ESRI Sommercamp
2011-Ahoi! Mit Kompass und Fernrohr machten sich die 18 Teilnehmer/innen aus
der ganzen Schweiz auf den Weg in unser Forschungsgebiet, Zernez.
Empfangen und begrüßt wurde wir dort am späten Nachmittag von unseren top
motivierten Leiter/innen. Leider wollte auch der Regen kurz mal „hallo“ sagen,
und wir wurden, kaum angekommenen, bereits zum ersten Mal verregnet. Wir
verstauten unser Gepäck im Hotel und trafen uns anschließend in unserer
„Forschungsstation“ im Nationalparkzentrum. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde
informierte uns das Leitungsteam über die kommende Woche und schon ging es
wieder ab nach Draußen, denn schließlich musste der Geocache
„Numero Uno“ gefunden werden. Tropfend vom Regen wurde im Hotel zuerst mal die
Sauna ausprobiert-herrlich! Nachdem wir auch noch mit einem feinen Abendessen
verwöhnt wurden, hieß es „ab go Wehrwölfle“.
Unser erster Tag verabschiedete sich sogar noch mit Schneefall. So wurde dann
der Name ESRI Sommercamp schnell in ESRI Wintercamp geändert.
Am nächsten Tag
waren die Dächer und Bäume weiß eingepackt. Nachdem wir wie Könige gefrühstückt
haben, wurden wir im Zentrum von Ruedi mit eindrücklichen Bilder und Geschichten
so richtig ins Nationalparkleben eingeladen. Dann wurden die meisten der Teilnehmen
zum ersten Mal mit den GIS-Daten konfrontiert. Unsere Nerven sowie unsere Geduld
wurden nun auf die Probe gestellt. Aber nach gewissen Anlaufschwierigkeiten kam
es immer mehr ins Rollen. Am Nachmittag wurden dann in verschiedenen Gruppen
die Projekte und Fragestellungen ausgearbeitet. Noch vor dem Abendessen hatten
wir noch das Vergnügen, die Nationalparkausstellung zu besichtigen.
Eindrückliche Bilder und emotionale Filme weckten den Drang, endlich auch in
die Natur zu gehen.

Leider konnte uns
dieser Wunsch am Dienstag noch nicht erfüllt werden. Der viele Schnee machte
uns einen Strich durch die Rechnung. Also wurde fast der ganze Tag Vorarbeiten
und Installationen für den kommenden Tag gemacht. Zwischendurch brauchte uns
das Nationalparkzentrum-Team als Tester für ihre neue Androide. Am Abend wurde
dann ein Bündner Hirsch grilliert. Alle genossen das gemütliche Zusammensein
und Spielespielen in der Hütte. Doch dann wurde unser Dessert von einem
unbekannten Geist gestohlen. Nur die Koordinaten hat er uns hinterlassen. Also
machten wir uns mit dem Juno auf den Weg zu diesem Punkt. Das Dessert, feine
Nusstorten, wurde im Schloss Planta-Wildenberg, nach
einer ganz spannender Führung durch das ganze Schloss, im Herzen der
GIS-Datensammlung gefunden.

Am nächsten Morgen
wurden die letzten Junos fertigprogrammiert und dann begaben wir uns in unsere
Forsch Gebiet. Ich durfte mit 7 anderen das Val Trupchun unter die Lupe nehmen.
Die Schreie der Rothirsche waren während der ganzen Wanderung zu hören-Wir
waren alle ziemlich erstaunt wie laut die waren. Oben angekommen packten wir
unsere Fernrohre aus und machten uns auf die Suche nach Steinböcken, Gämsen und
Hirschen. Bald schon wurde auch das erste Tier entdeckt und sofort auf dem Juno
erfasst. Nach mehreren Stunden Beobachtung machten wir uns auf den Rückweg.
Kurz nach dem wir losgelaufen sind, wurden wir noch Zuschauer eines Murgangs.
Vom Murgang-Zauber in Bann genommen, wollten wir gar nicht mehr nach Hause.
Leider verschüttete dieser Murgang unser Weg und wir mussten unsere Route
ändern. Total schmutzig und müde erholten wir uns vor dem Abendessen noch im
Schwimmbad Zernez. Nach einigen Gruselgeschichten,
oder wie wir es nannten Selbsthilfegruppengesprächen, hüpften dann alle in ihre
Schlafsäcke.

Am Donnerstag stand
wandern auf dem Programm. Leider mussten wir die Route ändern, denn die
ursprünglich war immer noch mit Schnee bedeckt. Jedoch verbrachten wir, bevor
wir losmarschierten, noch eine Weile an den Computern. Die neue Route führte
uns wiederum ins Val Trupchun. Es war ein wunderschöner Tag-ein richtiger
Forschertag. Die Fernrohre und Feldstecher wurden ausgepackt, und Achtung,
Fertig, Los! Wer findet zuerst ein Tier. Wir hatten Glück und konnten sogar
Steinadler und Bartgeier beobachten. Weil es so schön war, wollten die
Teilnehmer gar nicht mehr nach Hause. Aber der Gedanke an Pizza siegte dann
doch und mit dem Zug ging es wieder zurück ins Zentrum, wo noch die letzten
Check In gemacht werden mussten. Dann begann das Desaster. Die Junos wollten
und wollten nicht mit dem Computer zusammenspielen. Aus dem eigentlichen
5-Minuten-Check In wurde dann fast ein 2-Stunden-Check In. Doch Dank Christian
und Lorenz kamen wir doch noch ans Ziel. In der Pizzeria Adriana wurden wir mit
einer feiner Pizza verwöhnt und der ursprüngliche Stress war vergessen.

Und schon war
Freitag, unsere letzter Forschertag. In unser „Forscherstation“ im Nationalparkzentrum
wurde die Plakate der einzelnen Projekte fertiggestellt und ausgedruckt. Endlich
geschafft! Erleichtert und auch stolz durften wir am Nachmittag unsere
Resultate den Parkwächtern und andere Besuchern vortragen. Leider verließen am
Abend bereits die ersten Teilnehmer.
Mit einer kleineren
Gruppe waren wir dann im Nationalparkzentrum aktiv. Unsere Plakate wurden in
der Ausstellung aufgehängt und wir waren die Experten und klärten Unklarheiten
oder Arbeitsvorgänge. Danach gab es eine kurze Feedbackrunde und einen
Wochenrückblick.
An dieser Stellen
ein ganz großes Dankeschön an alle Leiter, Begleiter und Helfer, welche uns
diese Woche ermöglicht und uns begleitet haben. Ich weiß jeder von uns hat
diese Woche riesig genossen und konnte viele neue Erfahrungen machen.
Zur Autorin:
Sarah Haefeli
Sonnsytehalde 9
6048 Horw
25.2.1993
sarah.haefeli@bluewin.ch
Seit einem halben Jahr besuche ich die Kantonsschule St.Klemens in Ebikon (LU). Davor war ich an der Kantonsschule
Alpenquai Luzern, doch musste ich aufgrund meines Schwerpunktfaches
(PPP-Pädagogik, Psychologie, Philosophie) die Schule wechseln. Voraussichtlich
werde ich die Matura im Jahr 2013 absolvieren. Weil ich sehr gerne Menschen
oder Freunde um mich habe, wird sich auch meine Maturaarbeit auf die
Zusammenarbeit mit Menschen stützen. Gerne würde ich ein BG-Projekt mit
behinderten Menschen auf die Beine stellen.
In meiner Freizeit spiele ich sehr gerne Unihockey und
Gitarre, oder treffe mich mit Freunden.
Was ich nach der Matura machen will, ist noch recht offen. Psychologie oder
Kommunikation würde mich sehr interessieren. Sicher ist, dass es zuerst mal auf
Reisen geht.